Eisenbergwerk Modell

Modell Eisenbergwerk

Vom Erzabbau im Stollen bis zur zum geschmiedeten Roheisenblock.
In einem Modell wird ein Eisenbergwerk im Masstab 1:87 gezeigt:
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Im Stollen sind ein Windenaufzug (Haspel), Holzschienen für den Grubenhunt, der von einem Hund gestossen wird zu sehen. Wer grosses Glück hat sieht sogar den Blitz der Sprengung. Hört aber wenigstens das Donnergrollen davon. Vor dem Stollen wir das Erz erstmals vorsortiert und allenfalls zerkleinert (Klauberei). Vorbei an stillgelegten Stollen oder Tagbauten wird das Erz in Säcken per Esel zur Schmelze gebracht. Aber Achtung! in einem alten Stollen lauert ein Bär.

Um das Eisen zu Rösten und insbesondere auch um das Gestein zu schmelzen wird als Brennmaterial Kohle benötigt. Da es in Graubünden keine abbauwürdige Kohle gibt, wurde der Wald in Köhlereien zu Holzkohle verarbeitet. 


Zuerst wurde das Erzgestein mit Walzen zerkleinert, gemahlen. Dies oft mit einem Pferdegöppel oder in diesem Modell einem Eselgöppel. Das zerkleinerte aber meist schwefelhaltige Erz kam dann in den Röstofen, wo insbesondere der Schwefel durch Erhitzen verdampft wurde. 

Nun folgte der eigentliche Schmelzprozess im Hochofen. Damit mit der Holzkohle ein genügend heisses Feuer entfacht werden kann, um die Schmelztemperatur von Eisen zu erreichen, musste kräftig Sauerstoff eingeblasen werden. Dies erfolgte oft mit einem von einem Wasserrad angetriebenen Blasebalg. Das abgestochene flüssige Eisen erstarrte und wurde dann zur Hammerschmiede gebracht.

In der Hammerschmiede wurde das Roheisen mehrmals gegen 1000° erhitzt und ausgeschmiedet. Die dadurch entstandenen Eisenblöcke, Masseln konnten dann an Schmieden und Giessereien transportiert und verkauft werden, wo das Eisen dann zu Endprodukten verarbeitet wurde.

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